Ausstellungen in der Villa Schindler

 

Aktuelle Austellung

»von wandernden Frauenzimmern...«

Lange Zeit waren Frauen in der Geschichte des Bergsteigens unerwähnt geblieben oder im besten Fall eine Randerscheinung in den hinteren Rängen. Aber auch Frauen bestiegen schon früh die Gipfel Europas – in Röcken und nicht selten mit kritischen bis bösartigen Kommentaren bedacht. Ungeachtet dessen haben sie ihren Weg weiterverfolgt, sich die Liebe und Leidenschaft für hohe Berge und steile Felswände und die damit verbundene Freiheit nicht nehmen lassen. So stand Henriette d’Angeville schon 1838 als erste Frau am Gipfel des Mont Blanc und war nicht die Einzige, die sich gegen alle Widerstände ihrer Leidenschaft widmete.
Die Villa Schindler präsentiert mit der neuen Schau zum ersten Mal eine kultur- und kunsthistorische Ausstellung, die von Karin Pernegger sowie den Mitarbeiterinnen der Kulturabteilung Telfs Christine Gamper und Sandra Marsoun-Kaindl kuratiert wurde. Die Ausstellung zeigt kleine Ausschnitte aus der Geschichte des Frauenbergsteigens mit starkem Tiroler Bezug mit Leihgaben des Alpenvereins, des Stadtmuseums Innsbruck, des Alpinmuseums Schweiz und einigen privaten Objekten. Mit Maria Peters, Sissa Micheli, Susanne Liner und Elisabeth Eiter konnten bergsteigende Künstlerinnen gewonnen werden, die sich in ihren Arbeiten mit den Bergen beschäftigen.

Berge im Blick der Frau - Villa Schindler Telfs, Tirol
Ausstellungsdauer: 8. September – 29. Oktober 2022

ERÖFFNUNG
Mittwoch, 7. September, 19:00 Uhr
BEGRÜSSUNG: Bürgermeister Christian Härting
EINFÜHRUNG: Die Kuratorinnen Christine Gamper, Sandra Marsoun-Kaindl und Karin Pernegger
Musikalisch umrahmt von „Jung & Frisch“

KURATORINNENFÜHRUNG
Samstag, 10. September, 24. September und 29. Oktober um 15:00 Uhr
Donnerstag, 6. Oktober und 20. Oktober um 18:00 Uhr

KÜNSTLERINNENGESPRÄCH
Donnerstag, 22. September, 19:00 Uhr
Bergkünstlerinnen Elisabeth Eiter, Susanne Liner, Sissa Michaeli und Maria Peters im Dialog mit Karin Pernegger

VORTRAG
Freitag, 30. September, 19:00 Uhr
Veronika Sint-Menzel. Die erste Frau beim Alpinen Club der Karwendler

LESUNG
Dienstag, 11. Oktober, 19:00 Uhr
Carmen Gratl liest aus Helma Schimke „Über allem der Berg“


Öffnungszeiten der Ausstellung:

Mittwoch:
14.00 – 17.00 Uhr

Donnerstag:
18.00 – 21.00 Uhr

Samstag:
13.00 - 17.00 Uhr

ACHTUNG!

Am Mittwoch, 28. September 2022 geänderte Öffnungszeiten: 15:30 - 17:00 Uhr


Vergangene Ausstellungen

Spitze Feder
Schnabel Tänze

Anlässlich des 100. Geburtstages arbeiten Südtiroler und Nordtiroler Künstler/innen mit dem Werk von Paul Flora: Patrick Bonato, Katharina Cibulka, Laurina Paparina, Petra Polli, Josef Rainer, Benjamin Zanon in Kombination mit Werken von Paul Flora aus der Sammlung des Stadtmuseums Bruneck.

AUSSTELLUNGSDAUER

2. Juni bis 6. August 2022

ERÖFFNUNG

Mittwoch, 01. Juni 2022 um 19 Uhr

VERMITTLUNGSPROGRAMM

Kuratorinnenführung

Jeweils Samstag, 11. Juni und 9. Juli 2022

Gemeinsam mit dem Museum Stift Stams „… von nichts kommt nichts… Paul Flora 1922 – 2009“. Gert Ammann und Karin Pernegger führen durch beide Ausstellungen

Start: Villa Schindler Telfs: 14 Uhr, Fortsetzung: Museum Stift Stams: 15.30 Uhr, Stiftshof 1, 6422 Stams

Künstler/innengespräche

Donnerstag, 23. Juni, 19 Uhr

„Zwischen Geschichtenerzähler und Zeichenstift“: Benjamin Zanon, Petra Polli und Josef Rainer berichten über ihre Arbeitsweisen.

Donnerstag, 30. Juni, 19 Uhr

„Aus Archiven und Biografien Geschichten schreiben“: Katharina Cibulka und Patrick Bonato im Dialog mit dem Vorstand des Stadtmuseums Bruneck

Musik und Kunstauskunft

Donnerstag, 7. Juli, 19 Uhr

Mit den Klängen von Werner Pirchner durch die Ausstellung wandern: es spielen Siggi Haider (Akkordeon) mit Tochter Juliana (Saxophon), Kunstauskunft Karin Pernegger

Vortrag

Freitag, 05. August 2022, 19 Uhr

„Paul Flora … von bitterbös bis augenzwinkernd …“: Gottfried Gusenbauer, Direktor des Karikaturmuseums Krems, spricht zum Werk von Paul Flora

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Bruneck, Italien von 17. September bis 3. Dezember 2022, stadtmuseum-bruneck.it.


Sepp Schwarz - Facettenreich
21. April - 30. April 2022

Sepp Schwarz (1917 - 2013) hat in Telfs ein großartiges Werk an vor allem grafischen Arbeiten hinterlassen.

Der äußerst vielseitige und doch bescheidene Künstler wurde als „ein stiller Großer im Tiroler Kunstkosmos“, „eines der größten grafischen Talente Tirols“  und sogar „begnadetster Holzschneider Österreichs“ bezeichnet. Sein facettenreiches Werk beeindruckt durch die Kraft, die die Arbeiten ausstrahlen. Nur zu verdient hat er nun einen dauerhaften Ausstellungsort in Telfs gefunden – das Kabinett in der Villa Schindler.

Zu wechselnden Themen werden Arbeiten von Sepp Schwarz während der Öffnungszeiten der Villa Schindler gezeigt. Zum Auftakt war die Villa täglich von 21. – 30.04., 14:00 bis 16:30 geöffnet.

Die Eröffnungsausstellung „Facettenreich“ widmet sich den Techniken des Künstlers.

Am 20.04. um 19:00 Uhr fand die Eröffnung vom Kabinett in der Villa Schindler statt.


Gonn Mosny
In der Villa Schindler ist vom 02.09. bis 30.10. die Ausstellung „GONN MOSNY Loslassen“ zu sehen.
Das Werk von Gonn Mosny ist nicht gegenständlich, es ist Ausdruck seiner Vorstellung vom metaphysischen Gestaltungsraum. Seine Arbeiten erinnern an das Informel der europäischen Nachkriegskunst. Der 1930 in Hamburg geborene Künstler gehörte zu den letzten Schülern von Willi Baumeister. Zeitlebens wurde Mosny durch seine spezielle Bildauffassung beeinflusst, die sich gänzlich von einem Kunstwollen befreit. Im Sinne des Zen-Buddhismus wird die Malerei durch ein spirituelles Erleben neu definiert „Er produziert ohne sich anzueignen, er tut, ohne etwas zu erwarten (…)“.
Von 2005 bis zu seinem Tod 2017 lebte Gonn Mosny in Telfs. Anlässlich seines 90. Geburtstags werden erstmals retrospektiv Arbeiten aus allen wichtigen Werkphasen in der Villa Schindler gezeigt.


Villa Schindler
Obermarkt 45 · 6410 Telfs
kultur@telfs.gv.at